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Verwaltungsgemeinschaft Zellingen


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Aus erster Hand - Dez. 2012



Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
ich muss kurz vor Weihnachten leider schon wieder ein unerfreuliches Thema aufgreifen, das Thema Vandalismus und Ähnliches.
 
Die drei Linden an der 5. Kreuzwegstation wurden ringsum mit einer Motorsäge eingeschnitten.
Die Einschnitte sind mehrere Zentimeter tief.

Am Morgen des Freitags, den 7. Dezember 2012 entdeckte eine Spaziergängerin mit Hilfe Ihres Hundes, dass alle 3 Bäume an der 5. Station des Kreuzweges in Zellingen das Opfer eines bösartigen Menschen geworden sind. Etwa 10 Zentimeter über dem Boden finden sich ringsum mehrere Zentimeter tiefe Einschnitte einer Motorsäge. Ob die Bäume überleben werden ist ungewiss. Eine eventuelle Ersatzpflanzung mit gleichgroßen Bäumen wird uns weit mehr als 1.000 Euro kosten.
 
Andere Hundehalter scheint es nicht zu interessieren, dass die Gemeinde Hundekot-Beutelspender an vielen Stellen aufgestellt hat. Im Allgemeinen werden die Beutel gut angenommen, an dieser Stelle darf ich diesen Hundebesitzern danken. Manche jedoch lassen in nicht mal 5 Metern Entfernung zu den Beutelspendern ihre Hunde ihr Geschäft verrichten und kümmern sich nicht um die Hinterlassenschaften. Im Pfarrer-Seitzer-Weg in Retzbach wurden im Umkreis von 50 Metern eines Beutelspenders 17 Haufen gezählt. Sprechen Bauhofmitarbeiter die entsprechenden Hundebesitzer an, werden sie oft auch noch beschimpft: "damit ihr was zu tun habt". Wir werden nicht darum kommen, in der nächsten Überarbeitung der Hundesteuer-Satzung auch Strafen festzulegen.
 
Auf der Holzbank im neuen Pavillon am Rentereck wurde versucht, zu grillen.

Der Bildstock am Rentnereck wurde im Jahr 2011 mit Altöl übergossen. Er wurde für fast 6.000 Euro saniert und steht seit Ende November 2012 wieder an seinem alten Platz.


Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema öffentliche Bänke. Jahr für Jahr erleiden 8 bis 10 Sitzbänke einen Totalschaden oder werden komplett geklaut. Pro Bank macht das einen Schaden von ca. 200 Euro. Besonders schmerzt es, wenn dann bestimmte Plätze neu gestaltet werden, wie z.B. das sogenannte Rentnereck mit einem neuen Pavillon, der uns mehr als 6.000 Euro gekostet hat und dessen Sitzbank dann nach kurzer Zeit durch einen Grillversuch auf der Holz-Sitzfläche verwüstet worden ist. Er hätte aber auch komplett abbrennen können. Der Schaden durch die Übergießung des Bildstocks am Rentnereck mit Altöl hat uns fast 6.000 Euro gekostet.

Andere Schäden stellen sich erst später als Vandalismus heraus.

Hier hätte ein Dummer-Jungen-Streich aber auch zu einer Anklage wegen versuchten Totschlags führen können. Dieser circa 300 Kilogramm schwere Felsbrocken wurde vom Schlehengebüsch am Absturz gehindert.


Der Zellinger Bauhof hat diesen Felsen vor einem Jahr geborgen. Als dieser circa 300 Kilogramm schwere Felsbrocken im Dezember 2011 vom Bauhof mittels einer Seilwinde geborgen wurde, gingen wir davon aus, dass er sich aus dem Erdreich gelöst hatte und einfach bis in die Schlehenhecke abgerutscht ist. Auf aktuell aufgetauchten Bildern der Unteren Naturschutzbehörde, die 2011 auf diesem Grundstück Pflegemaßnahmen durchgeführt hat, wurde der Felsbrocken noch in seiner ursprünglichen Lage dokumentiert. Wir gehen jetzt davon aus, dass er herausgebrochen wurde in der Absicht, ihn zum Absturz zu bringen. Ich mag mir nicht vorstellen, welchen Schaden er hätte anrichten können, wäre er nicht vom Schlehengebüsch gebremst worden.

Ich bin es leid, diese auf Unvernunft zurückgehenden Schäden immer nur zu dokumentieren, eine Strafanzeige zu schreiben und dann die Rechnungen anzuweisen. Den Schaden hat immer die Gemeinde, aber die Gemeinde ist nichts Anonymes, die das Geld einfach übrig hat. Die Gemeinde sind wir alle, wir alle werden geschädigt. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, für sachdienliche Hinweise, die zum Ergreifen des Täters respektive der Täter führen, eine Belohnung von 50 Euro auszusetzen.

Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Dr. Wieland Gsell, 1. Bürgermeister



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